Der Tanz von Ferai

In Ferai stand ein Haus aus Licht,
mit Wänden aus Wind und Händen aus Pflicht.

Die Kinder dort tanzten, die Lehrer verneigten,
die Bäume erzählten, wie Winde sich neigten.

Sie tanzten den Bogen, sie tanzten das Schwert,
mit Füßen wie Feuer und Stimmen wie Erd.

Doch eines Nachts kam der Rauch ohne Glut,
das Licht blieb im Wind, der Wind blieb in Wut.

Kein Ruf, kein Schrei, kein fliehender Laut,
nur Flammen, die flüstern: „Wir sind euch vertraut.“

Am Morgen war Ferai nur Asche und Stein,
kein Schritt in dem Staub, kein Leben, kein Sein.

Und wer nun tanzt, so sagt man im Land,
der lausche dem Wind – vielleicht greift eine Hand.

(altes Kinderlied, überliefert in Dorfkreisen)
Nach oben scrollen